Zebraspinnen beeindrucken durch ihre Größe und kontrastreiche gelb-schwarz Färbung. Diese Spinne stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und Südeuropa, wurde bei uns immer wieder eingeschleppt und die letzten 10 Jahre schließlich bodenständig. Unsere einst kalten Winter konnte die Spinne nicht überleben. Mittlerweile überwintert sie erfolgreich, und gilt damit als Indikator der Erderwärmung.
Sie fertigt großflächige Radnetze in Wiesen und lauert immer in der Mitte sitzend auf Beuteinsekten. Um trotz ihrer bunten Farben nicht aufzufallen spinnt sie eine deutlich sichtbare und dichte Zickzack-Linie senkrecht durch das Netz. Wenn sich die Spinne auf diese Linie setzt verschwimmen ihre Umrisse vor dem Wiesenhintergund und anfliegende Insekten erkennen sie nicht.
Zebraspinnen fertigen im Herbst einen Eikokon aus brauner Seide in Birnenform. Etwa so groß wie ein Tischtennisball. Diesen verkleben sie im hohen Gras und in ihm entwickeln sich – geschützt vor Kälte, Nässe und Trockenheit – die jungen Spinnen und verbleiben den Winter über im Inneren, ehe sie im Frühling bei milden Temperaturen ins Freie schlüpfen. Dort wachen sie innerhalb einiger Monate zu großen, erwachsenen Spinnen heran.