Heuschrecken
Die Weitspringer erinnern uns an warme Sommertage und eine unbeschwerte Kindheit. In unserem schönen Bayern leben über 70 verschiedene Heuschreckenarten mit den unterschiedlichsten Gesängen und Klängen. Um die Vielfalt dieser beeindruckenden Tiere beizubehalten ist es wichtig blühende Lebensräume zu erschaffen und zu erhalten.

Beschreibung
Feldgrillen führen ein verborgenes Leben in Erdgängen am Wiesenboden. So selten man die Tiere auch sieht, umso besser sind sie durch ihr markantes und lautes Zirpen zu hören.
Die Männchen reiben dazu die Kanten der Vorderflügel aneinander und verstärken den dabei entstehenden Ton
mit Hilfe spezieller Adern.
Während für uns Menschen das zirpen relativ gleichtönig klingt, unterscheiden die Grillen zwischen
Lock-, Werbe- und Rivalengesang.
Vielerorts ist das Zirpen der Grillen mittlerweile verklungen, dann sie finden sich nur auf intakten Wiesen mit lockerem Grund und großer Pflanzenvielfalt ein, deren Blätter und Wurzeln ihnen als Nahrung dienen.

Beschreibung
Unsere größte einheimische Heuschrecke hat ihrer Kopfform den Namen zu verdanken. Er weist optische Ähnlichkeit mit einem Pferdekopf auf.
Im Spätsommer ist das Zirpen der Heupferde in Wiesen und Feldern deutlich zu hören. Werden sie gestört können sie unvermittelt abspringen und trotz ihrer Größe weite Strecken fliegen.
Zur Entwicklung vom Ei bis zur erwachsenen Heuschrecke ist lockerer Boden unerlässlich, der nicht austrocknen darf.
Es dauert bis zu fünf Jahre, bis junge Larven erwachsen sind.
Ihre Nahrung besteht aus Blättern verschiedener Pflanzen, auf denen sie durch ihre Färbung bestens getarnt sind.
Bevorzugt werden warme, trockene und windgeschützte Wiesen und Pflanzungen mit mindestens 30 cm Wuchshöhe.

Beschreibung
Die Maulwurfsgrille ist eine in unterirdischen Gängen lebende und nur sehr selten an der Oberfläche anzutreffende Heuschrecke. Lediglich Juntiere kommen nachts öfter an die Oberfläche. Ihren Namen hat sie zum einen von der unterirdischen Lebensweise und zum anderen von den markanten Vorderbeinen mit den mächtigen Grabschaufeln. Beide Merkmale zusammen erinnern an den namensgebenden Maulwurf.
In ihrem weit verzweigten Gangsystem geht die Maulwurfsgrille auf Nahrungssuche. Dabei frisst sie an kleinen Wurzeln und ernährt sich zudem räuberisch von unterirdisch oder bodenlebenden Kleintieren.
Die Hinterbeine sind nicht zu starken Sprungbeinen ausgebildet, denn sie haben in den engen Gängen keinen Nutzen. Allerdings sind die Maulwurfsgrillen im Rahmen der Partnersuche sehr gute Flieger.

Beschreibung
Warzenbeißer sind recht große Heuschrecken mit auffallend massigem Körper. Sie können wie alle Heuschrecken laut zirpen und auch über weite Strecken fliegen. Als tagaktive Insekten sprengt man sie beim Spaziergang leicht auf und durch ihre Größe sind sie gut zu beobachten.
Wenn man die Tiere anfasst können sie empfindlich beißen und sie würgen dazu Magensaft hervor, der sich an den Beißwerkzeugen zu einem Tropfen sammelt. Fressfeinde schreckt dieses Verhalten ab und lässt den Warzenbeißer unappetitlich wirken.
Der Name „Warzenbeißer“ rührt nicht daher, dass bei einem Biss Warzen wachsen. Vielmehr ließ man diese Heuschrecke in vergangener Zeit in Warzen beißen, da man dem dabei austretenden Magensaft heilende Wirkung zusprach und dieser von der Warze befreien sollte.
Der Warzenbeißer
Familie: Laubheuschrecken (Tettigonioidae)
Größe: Männ. 24 bis 38 mm; Weib. 26 bis 44 mm
Lebensraum: Bergwiesen, Trockenrasen
Lebensdauer: Embryonalentwicklung zwischen bis zu 1,5 Jahren; Erwachsene Tiere bis zu 3 Monate
Nahrung: Käferlarven, Löwenzahnblätter, Raupen