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Schnecken

Ihr Ruf eilt Ihnen voraus – sie kriechen hinterher. Schnecken sind zwar langsam, jedoch nicht weniger wichtig für unsere Umwelt. Sie tragen einen wesentlichen Teil zur Erhöhung der Artenvielfalt in ihrer Umgebung bei.

Hain-Schnirkelschnecke

Beschreibung

Diese Schnecke ist weit verbreitet und bildet unterschiedlich gefärbte Häuser aus. Oft glaubt man, dass es sich um ver­schiedene Arten handelt. Wesentliches Merkmal ist dabei immer die Gehäusemündung, die bei trotz aller Farb­va­riationen der Hain-Gartenschnecke immer dunkelbraun gefärbt ist.

Die Schnecken ernähren sich von verfaulten Pflanzenteilen, Algen und Pilzen. Auch Aas und sogar tote Artgenossen verschmäht sie nicht. Sie selbst ist Nahrungsgrundlage für eine Vielzahl von Vögeln und wird auch von Fröschen und Lurchen im Ganzen verschluckt, solange sie noch nicht ganz ausgewachsen ist. Etliche räuberisch lebende Käfer machen regelrecht Jagd auf die Bänderschnecken und fressen sie aus deren Haus. Leere Schneckenhäuser dienen dann wiederum einer Fülle von Insekten als Wohnung und Brutraum.

Die Hain-Schnirkelschnecke

(Cepaea nemoralis)

Familie: Schnirkelschnecken (Helicidae)
Größe: (Schneckenhaus): bis zu 18 x 23 mm
Lebensraum: Gärten, Gebüschen, Heckenreihen, lichten Wäldern
Lebensdauer: bis zu 8 Jahre
Nahrung: Algen, Pilze, verrottete Pflanzenteile

Schwarze Wegschnecke

Beschreibung

Diese Nacktschnecke lebt im Verborgenen und verlässt ihr Versteck unter Wurzeln, Steinen und Löchern nur sehr selten am Tag. Im Gegensatz zu den häufig auftretenden Spanischen Wegschnecken – die meist rotbraun oder rotgrau gefärbt sind - richtet die Schwarze Wegschnecke – die immer tiefschwarz gefärbt - keinen nennenswerten Schaden in Gärten an.

Die Schwarze Wegschnecke ist ein Zwitter und kann sich gegenseitig selbst befruchten. Die Eier werden in Klumpen unter Wurzeln und Steinen am Boden versteckt. Eier wie auch Schnecken sind für viele Amphibien und Reptilien Nahrungsgrundlage.

Die Schwarze Wegschnecke

(Arion ater)

Familie: Wegschnecken (Arionidae)
Größe: 10 bis 13 cm
Lebensraum: feuchte Wälder, Gärten, Mooren, Wiesen
Lebensdauer: 8 bis 10 Monate
Nahrung: Aas, welke und frische Pflanzen

Tigerschnegel

Beschreibung

Unsere größte Nacktschnecke verbringt den Tag unter Stei­nen, Wurzeln, Moos und Bodenstreu. Ihr Aussehen ist cha­rakteristisch und sie kann nicht mit den roten oder braunen Nacktschnecken im Garten verwechselt werden. Anders als diese ist der Tigerschnegel ein Nützling.

Er frisst ausschließlich welke Pflanzenteile und keine Früchte oder Gemüse. Außerdem frisst er andere Nacktschnecken und dezimiert die Gartenschädlinge erheblich. Er kriecht et­was schneller und hat deutlich kräftigere Mundwerkzeuge. Seine durchsichtigen Eier legt er zu den weißen Eiern der schädlichen Nacktschnecken und sorgt so für ausreichend Nahrung seiner Jungen.

Aus Unwissenheit werden viele Schnegel getötet und damit als natürlicher Feind im Garten nicht genutzt.

Der Tigerschnegel

(Limax maximus)

Familie: Schnegel (Limacidae)
Größe: 10 bis 20 cm
Lebensraum: Auen, feuchten Kellern, Gärten, Parks
Lebensdauer: 2,5 bis 3 Jahre
Nahrung: Aas, Pilze, welke und abgestorbene Pflanzenteile

Weinbergschnecke

Beschreibung

Die Weinbergschnecke ist unsere größte Gehäuseschnecke. Sie ernährt sich von verfaulten Pflanzenteilen und Algen, die sie mit ihrer Raspelzunge abschabt. Auf der Zunge sitzen etwa 40000 Zähnchen.

Die Weinbergschnecken sind Zwitter, können sich aber nicht selbst befruchten, sondern brauchen einen Partner. Unter günstigen Umständen können die Schnecken bis zu 20 Jahre alt werden und eine Länge von über 10 cm erreichen.

Bei Gefahr kann sich die Schnecke komplett in ihr Gehäuse zurückziehen. Auch im Winter zieht sie sich in ihr Gehäuse zurück und verschließt die Öffnung mit einem Kalkdeckel, damit sie nicht austrocknet. Auch im Hochsommer ziehen sich die Tiere bei lang anhaltender Trockenheit für einige Tage bis Wochen in ihr Gehäuse zurück und heften dieses an eine feste Unterlage wie einen Stein, Holz oder Mauern. An­sonsten ziehen sich die Weinbergschnecken gerne in feu­chtere Umgebung und zwischen dichten Pflanzenwuchs zu­rück, damit sie für die Schleimproduktion immer genügend Feuchtigkeit um sich haben.

Die Weinbergschnecke

(Helix pomatia)

Familie: Schnirkelschnecken (Helicidae)
Größe: 10 cm lang (Gehäuse Ø 3 bis 5 cm)
Lebensraum: Gebüschen, lichten Wäldern
Lebensdauer: bis zu 8 Jahre
Nahrung: Algenbewüchsen, weiche und welke Pflanzenteile