Skip to main content
Klick mich

KLeintiere

Von winzigen Blattläusen über verschiedene Ameisenarten bishin zu Hundertfüßern. All diese Kleintiere haben zurecht ihren Platz im Ökosystem und sind enorm wichtig für den Erhalt unserer Erde.

Ameisenlöwe

Beschreibung

Der Ameisenlöwe ist die Larve der Ameisenjungfer, einem Fluginsekt, das fast wie eine Libelle aussieht. Allerdings legt die Ameisenjungfer ihre Flügel im Sitzen an den Körper an, während sie bei der Libelle vom Körper abstehen.

Der Ameisenlöwe besitzt die wohl erstaunlichste Jagd­strategie unter den räuberischen Insekten. An trockenen Wiesenstellen gräbt er einen 4 cm tiefen Trichter mit etwa
5 cm Durchmesser in die Erde. Die Wände bestehen aus lo­ckeren Steinchen und Sand. Am tiefsten Punkt sitzt der Amei­senlöwe unter der Erde versteckt und nur die beiden Beiß­zangen ragen hervor. Jedes bodenlebende Insekt, das an den Rand des Trichters krabbelt, rutscht ab, rutscht nach unten und wird dazu noch mit Sand beworfen, bis es in die Zangen des Ameisenlöwen gerät und dort gefressen wird.

Der Ameisenlöwe

(Myrmeleon formicarius)

Familie: Netzflügler (Neoptera)
Größe: bis zu 17 mm
Lebensraum: Baumwurzeln, Felsen, sandigen Boden, unter Brücken
Lebensdauer: 2 Jahre; danach verpuppung zur Ameisenjungfer
Nahrung: Asseln, Blütenpollen, Kleinschmetterlinge, Spinnen

Blattlaus

Beschreibung

Ameisen tragen abgestorbene Pflanzenteile und Insekten in ihren unterirdischen Bau. Sie kultivieren Kolonien von Blatt­läusen und verteidigen diese gegen Fressfeinde. Im Gegenzug lassen sich die Blattläuse von den Ameisen melken und geben Honigtau an die Arbeiterinnen ab.

Hier trinkt gerade eine Schwarze Wegameise einen Tropfen des süßen Honigtaus, der von der Blattlaus ausgeschieden wird.

Die Blattlaus (Symbiose mit Wegameise)

(Aphidoidea)

Familie: Pflanzenläuse (Sternorrhyncha)
Größe: bis zu 7 mm
Lebensraum: Blumenbeete, Wälder, Wiesen
Lebensdauer: 2 bis 6 Wochen
Nahrung: Pflanzensaft

Hundertfüßer

Beschreibung

Der Hundertfüßer ist stets nachtaktiv und versteckt sich tagsüber unter Steinen, Wurzeln, Pflanzenresten und Bo­den­spalten. Nach Einbruch der Dunkelheit geht er auf Insekten- und Spinnenjagd. Sobald er mit seinen langen Fühlern ein Beutetier berührt greift er es blitzschnell mit seinen Kieferfüßen – eine Mischung aus Kiefer und Fuß.

Im Laufe der Evolution haben Hundertfüßer das erste, kopfnahe Beinpaar in Greifzangen umgewandelt –
daher der Name Kieferfuß. Zusätzlich wird durch diese Greifzangen ein schnell wirksames Gift in die Beute injiziert. Vor allem größere Hundertfüßer können auch Menschen sehr schmerzhafte Bisse zufügen.

Der Gemeiner Steinläufer - Hundertfüßer

(Lithobius forficatus)

Familie: Steinläufer (Lithobiidae)
Größe: 20 bis 32 mm
Lebensraum: Erdreiche, Komposthaufen, unter Laub oder Steinen
Lebensdauer: 5 bis 6 Jahre
Nahrung: Asseln, Schnecken, Spinnen, Würmer

Ohrwurm

Beschreibung

Die Angst vor seinen Zangen am Hinterleib ist unbegründet. Er kann damit weder zwicken noch stechen. Er kriecht auch nicht in Ohren. Die Zangen dienen lediglich der Fort­pflan­zung, damit er sich zur Paarung an das Weibchen anklammern kann.

Ohrwürmer fressen Schadinsekten genauso wie Pflanzen­teile. Zur Bekämpfung von Blattläusen werden sie auch in Gärten eingesetzt. Meist verbergen sie sich unter Steinen,
in Löchern und Erdspalten.

Der Ohrwurm

(Forficula auricularia)

Familie: Eigentliche Ohrwürmer (Forficulidae)
Größe: 10 bis 16 mm
Lebensraum: unter Laub oder Steinen, zwischen Holzstücken
Lebensdauer: 6 bis 7 Monate
Nahrung: Gliedertiere, Früchte und Samen, Pflanzenteile

Schwarze Wegameise

Beschreibung

Sie sind überall zu finden. Die Wegameisen leben unter Erde in Völkern mit strenger Arbeitsteilung. Sie legen ein festes Wegenetz an – daher der Name Wegameise. Ihre Nesthügel sind nur wenige Zentimeter hoch und fallen am Boden zwi­schen der Vegetation kaum auf.

Wegameisen ernähren sich von Pollen und Nektar aus Blüten genauso wie von anderen Insekten, die sie hauptsächlich für ihre Brut eintragen. Um an ihre süße Nahrung zu gelangen melken Ameisen auch Blattläuse. Sie halten sich, ähnlich den Viehhirten, kleine Blattlausherden, die sie auch auf neue Pflanzen tragen und ihnen damit neue Weidegebiete erschließen.

Die Blattläuse scheiden nach Aufforderung durch Antippen mit den Ameisenfühlern am Hinterleib süßen Honigtau ab, den die Ameisen aufnehmen. Als Gegenleistung beschützen die Ameisen die Blattläuse vor deren Fressfeinden, wie z.B. dem Marienkäfer.

Die Schwarze Wegameise (Symbiose mit Blattlaus)

(Lasius niger)

Familie: Ameisen (Formicidae)
Größe: Königinnen 8 bis 9 mm; Männ. 3 bis 4mm; Weib. 3 bis 5 mm
Lebensraum: unter Baumrinden oder Steinen, Waldränder
Lebensdauer: Königinnen bis zu 10 Jahre;
Männ. sterben kurz nach der Begattung; Weib. bis zu 3 Jahre
Nahrung: Honigtau, Insekten